Warum ist auf meinen Alkali- bzw. Zinkbatterien keine Angabe zur Kapazität zu finden?

Die Spannung einer Alkalibatterie nimmt im Laufe der Entladung allmählich ab. Das heißt, dass Geräte, die für ihren Betrieb eine hohe Grundspannung erfordern, schon frühzeitig nicht mehr funktionieren, obwohl die Batterie noch etwas Restenergie enthält.

Beispiel: Eine Taschenlampe ist aufgrund ihres hohen Spannungsbedarfs möglicherweise nicht länger nutzbar, da ihre Batterie nicht mehr genügend Spannung bietet. Die gleiche Batterie könnte jedoch noch Monate lang in einer Fernbedienung verwendet werden. Würden Sie die Milliamperestunden (mAh) dieser Batterie lediglich für die Taschenlampe berechnen, wäre der Wert weit niedriger als für Taschenlampe und Fernbedienung zusammen. Gleichsam würde die mAh-Berechnung für die Fernbedienung alleine wieder anders ausfallen.

Um den mAh-Wert einer Alkalibatterie berechnen zu können, müssten Sie also wissen, für welches Gerät die Batterie verwendet wird, wie viel Strom dieses Gerät verbraucht und welche Mindestspannung das Gerät erfordert. Diese Aspekte sind von Gerät zu Gerät unterschiedlich.

Würden wir die Batterie in unterschiedlichen Geräten testen, könnte die Kapazität derselben Batterie je nach Gerät um das 2,5-Fache variieren.  Sofern die Eigenschaften eines bestimmten Geräts also nicht bekannt sind, kann auch der mAh-Wert nicht vorausgesagt werden. 

Bei einer wiederaufladbaren Ni-MH-Batterie ist die Spannung dagegen deutlich konstanter, wodurch auch die Entladungsdifferenz zwischen Geräten geringer ausfällt.

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